Ziele der Großen Koalition für den Sport

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, der das Fundament für die 18. Legislaturperiode legt, haben sich die Parteien – immerhin auf einer ganzen Seite – auch dem Thema Sport gewidmet. Ein Thema, das seit jeher dem Innenministerium zugeteilt ist – aus diesem Grund wird der Innenminister auch teilweise Sportminister genannt.

Große Koalition und Sport – Was steht im Koalitionsvertrag?

Die Parteien stellen im Koalitionsvertrag fest, dass der Sport eine fundamentale Rolle für die Gesellschaft spielt und die größte Bürgerbewegung in Deutschland ist. Daher beabsichtigen die Parteien, die Sportförderung voranzubringen.

  • Trainersituation: Für den Spitzensport sollen die Rahmenbedingungen für hochqualifizierte Trainer verbessert werden. Hintergrund: In vielen Sportarten arbeiten Trainerinnen und Trainer nebenberuflich bzw. sind ehrenamtliche Trainer. Wenn sie hauptberuflich als Trainer arbeiten, sind die Arbeitsverträge meist befristet und bieten keine ausreichende Grundlage für ein gesichertes Einkommen.
  • Mittelvergabe: Hier will die Große Koalition die Gelder transparenter verteilen.
  • Duale Karriere: Dies ist ein sehr wichtiges Thema, da ohne erfolgreiche Nachwuchsathleten die anderen Maßnahmen keine Sinn machen.  Es sollen Beruf bzw. Ausbildung und Spitzensport besser vereinbar werden. Dies wurde gerade bei der letzten Leichtathletik WM offenbar: Die Leichtathleten kritisierten – zu Recht – die magere Sportförderung und den fast unlösbaren Spagat zwischen einer ambitionierte Ausbildung und dem Spitzensport. Hier darf man gespannt sein, wie die künftige Regierung konkrete Maßnahmen umsetzen wird.

Fußball, Fankultur

Die künftige Bundesregierung will sich um den Erhalt der Fankultur bemühen. Dies bedeutet, dass Stadionbesuche sicher bleiben sollen und gewaltbereite „Fans“ wirksam von den Sport-Groß-Veranstaltungen ferngehalten werden sollen. Dieses Ziel soll durch die gemeinsame Zusammenarbeit von Verbänden und Vereinen erreicht werden.

Doping und Spielmanipulation

Große Koalition und Sport beinhaltet auch eine verschärfte Kampfansage an die Übel des Dopings und der Spielmanipulation/ Wettbetrug. Beim Doping sieht die GrKo zum einen Gefahren für die Sportler selbst; beim Wettbetrug bzw. der Spielmanipulation nehmen aber auch die Veranstalter Schaden. Hier verspricht der Koalitionsvertrag die Verschärfung der strafrechtlichen Vorschriften. Bei der Dopingbekämpfung soll beispielsweise in Zukunft allein der Besitz von Dopingmitteln strafbar sein (bisher nur der Einsatz). Hier will die Regierung aber mit Maß handeln, da Autonomie des Sports gewahrt bleiben muss und die Funktionsfähigkeit der Sportgerichtsbarkeit.

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.